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Offshore Windparks und milde Winter Ausarbeitung Februar 2015 HIER
Autor: Dr. Arnd Bernaerts

Zugang auf: www.ozeanklima.de





Versenkung HMS „RAWALPINDI“
  und der 945mb Zyklon

Nord-Atlantik Drama - 23 bis 26 November 1939

 

Das erste Seegefecht des Zweiten Weltkrieges im Nordatlantik süd-östlich von Island endete mit vielen Toten und einem schnell entstehenden Tiefdruckgebiets, das nach kurzer Zeit mit 12 Beaufort zur Nordsee stürmte. Der Seekrieg zeigte Wirkung, auf Mensch, Meer und Atmosphäre.              .

Die 28cm Geschosse die das Schlachtschiffs „Scharnhorst“ südöstlich von Island auf den englischen Hilfskreuzer „RAWALPINDI“ , 16 601 BRT groß, 8 x 15-cm-Geschütze, in über 10 Kilometer Entfernung am 23 November 1939 abfeuerte, erreichten in weniger als 20 Minuten das gewünschte Ergebnis. Trotz heftiger Gegenwehr sank der Hilfskreuzer nach einer gewaltigen Explosion und nahm 238 seiner Seeleute mit in die Tiefe. Gerettet wurden nur 39 Besatzungsmitglieder. Kurz darauf verschlechterte sich das Wetter zugunsten der Angreifer, bestehend aus zwei Schlachtschiffen  („Gneisenau“) und mindestens sechs Zerstörern. Es wurde diesig und fing an zu regnen. Am Ende des Sommers ist nur die oberste Wasserschicht der See auf der Breite von Island etwas wärmer als im Jahresmittel. Darunter ist der Atlantik sehr tief und sehr kalt. Mit sinkendem Schiff und tausenden Geschossen, Wasserbomben, Torpedos, wird plötzlich viel kaltes Wasser an die Seeoberfläche gebracht. Das hat unmittelbar Wirkung auf die Luft drüber. Es kommt zu Regen, Luftdruckunterschieden, Windverstärkung. Die Bildung eines Tiefdruckgebiets wird begünstigt. Die vom Gefechtsfeuer freigesetzten Aerosole, trugen das ihre zur Zyklonenbildung bei (siehe unten).  


Ganzen Artikel lesen -HIER


Der Meteorologe Richard Scherhag und

der Kaltlufttropfen im Winter 1940!


Trotz vieler Kälterekorde in Europa sind die Gründe ungeklärt!
Hat die Meteorologie versagt?

Eingestellt: 07. Februar 2015
Zum Beitrag



 

Zu den Folien mit weitern Erklärungen

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Eine „Wetterbombe“ zu Weihnachten 1939 und 2014


...Nächste...

Kältephase 1940-1977
Noch fehlt eine Begründung!

Beitrag vom 10. Mai 2014 (www.seatraining.net)
 

Am 2. März 2014 brachten die Buchautoren der „Die kalte Sonne’ Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning einen Beitrag:

Neue Studie in Nature Climate Change: Erwärmungspause
der letzten 16 Jahre sowie Kaltphase 1940-1977 durch
 pazifischen Ozeanzyklus ausgelöst
   

Darin setzen sie sich mit dem Beitrag von M.H. England u.a. im Fachmagazin Nature Climate Change (09.Feb.2014) zum Thema:
            Recent intensification of wind-driven circulation in the Pacific 
            and the ongoing warming hiatus

auseinander. In diesem Aufsatz wird verstärkten Passatwinden im Pazifik eine Mitwirkung an einem verminderten Anstieg der  Lufttemperaturen seit ca. 2000 zugeschrieben. Die globale Kaltphase 1940-1977 wird in dem Aufsatz nicht erwähnt und somit auch nicht einem ‚pazifischen Ozeanzyklus’ zugerechnet. 
Aber auch Vahrenholt und Lüning lassen die Darstellung einer Verbindung zwischen der Kaltphase 1940-1977 und  ‚pazifischen Ozeanzyklus’ unerörtert. Dazu verweisen sie lediglich auf einen Beitrag im Focus (10.Feb.2014) wonach:

          Der Anstieg der globalen Lufttemperatur wurde seit Anfang des 20. Jahrhunderts
            zwei Mal unterbrochen – zunächst zwischen den 1940er- und 1970er-Jahren.
Dass erklärt nichts. Dabei kann die Kaltphase 1940-1977 erheblich zum Verständnis der Klimaschwankungen im letzten Jahrhundert beitragen.

Fig. 1

 

 Zu begrüßen ist, das die weitestgehend anerkannte globale Kaltphase 1940-1977 von Vahrenholt und Lüning ins Spiel gebracht wird, denn neben der Erwärmungsphase von 1991-1940, ist sie die bedeutendste Klimaänderung  seit Ende der Kleinen Eiszeit vor ca. 150 Jahren. Wenig fundiert ist sie in Auslösungszusammenhang mit einen ‚pazifischen Ozeanzyklus’ zu stellen. Der Auslöser war sowohl 1919 wie 1940 der Nordatlantik und dessen ‚Beeinträchtigung’ durch die beiden Seekriege 1914-1918 und 1939-1945.

Dies lässt sich aus den Temperaturdaten in Fig. 1 und Fig. 2 entnehmen.

 

Betreffend Nordatlantik (Fig.1)  wurde ein Tiefpunkt 1917, also im dritten Kriegsjahr erreicht. Ab 1918/19 stieg der Wert bis 1939 stark an, um denn zurück auf einen Tiefpunkt um ca. 1977 zu fallen, der in etwa dem in Jahre 1917 entspricht.

Einen entsprechenden Tiefpunkt wie im Jahr 1917 kann man der Grafik zum PDO nicht entnehmen (siehe: blauer Balken – 1914 bis 1918). Auch ein dem AMO entsprechender Anstieg von 1919-1939 weist die Situation im Pazifik nicht aus.

Erst als die Vereinigten Staaten in einen Seekrieg ab Dezember 1941 eintreten, verändert sich das Bild dramatisch. Noch von 1950 tritt der absolute PDO Tiefpunkt des letzten Jahrhunderts ein.  

Fig. 2

 

Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den enormen Seekriegsaktivitäten im Atlantik und Pazifik drängt sich auf. Dies zu vernachlässigen ist für eine seriöse Klimaforschung unerlässlich. Auch Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning sollten dies bei ihren Erörterungen stärker berücksichtigen. Neben der ausführlichen Darstellung der angesprochenen Zusammenhänge auf 177 Buchseiten (HIER), vermitteln auch die nebensthenden sechs Vorträge  in PDF einen ersten Überblick.     

./.
Millionen
Meereswirbel prägen 
Wind und Wetter  

B
eitrag 07 Juni 2013 (seatraining 6-4)

 Neuere Forschung
[Der Beitrag in Englisch: HERE ]

Auch kleinere Meereswirbel beeinflussen das Wetter. Was der Klimaforschung seit langem bekannt sein sollte, wurde nun von Schweizer Forschern in einer Untersuchung von Satellitenauswertungen im Fachmagazin "Nature Geoscience". Anti-zyklonische Wirbel erhöhen lokal die Windgeschwindigkeit an der Meeresoberfläche, die Wolkenbedeckung und die Regenwahrscheinlichkeit. Der Grund dafür seien die unterschiedlichen Temperaturen in den Wirbeln, die wiederum die über ihnen liegende Luft beeinflussen. Berechnungen hätten ergeben, dass für jedes Grad, dass der Wirbel wärmer ist, nimmt die Windstärke um etwa fünf Prozent zu, die Wolkenbedeckung um drei Prozent und die Regenwahrscheinlichkeit um acht Prozent.
Abb.1 –Klick zum Vergrößern

 Ausführlich berichtet darüber „sinnexx-das wissensmagazin“ (http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-16367-2013-07-08.html ) und führt dazu u.a. aus:

Die ETH-Forscher gewannen außerdem weitere Hinweise auf den Mechanismus, wie die Wirbel das Wetter beeinflussen. Dazu gibt es in der Fachwelt zwei Hypothesen. Die eine geht davon aus, dass die Temperaturunterschiede des Meerwassers im Bereich der Wirbel zu Temperaturunterschieden in der Atmosphäre führen. Dies wiederum ruft Luftdruckunterschiede über dem Wirbel hervor, die durch Luftbewegungen ausgeglichen werden. Würde diese Hypothese zutreffen, würde man am Rand des Wirbels Änderungen in der Windgeschwindigkeit erwarten.“

Der „sinnexx“-Bericht schließt mit dem Satz:

„Die Studie ist die erste, die solche Wirbel so systematisch erforscht und ihre Auswirkungen nicht nur auf Wind und Wolkenbedeckung, sondern auch auf den Niederschlag untersucht.“

Am 07 Juni 2013 stellte DER SPIEGEL die Untersuchung vor.  
Weitere Zusammenfassung: http://www.schattenblick.de/infopool/natur/klima/nkfor340.html 

Siehe dazu auch: 
DER SPIEGEL -19. Dez. 2012- : Fernwirkung: Nordpolstürme wärmen Europa Kleine Wirbel, große Wirkung: Eisige Stürme über der Arktis treiben eine Meeresströmung an, die Wärme nach Europa bringt. Wissenschaftler sind überrascht - der Effekt könnte das Klima verändern. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/polartiefs-stuerme-in-der-arktis-bringen-waerme-nach-europa-a-873621.html ditto: 
http://www.t-online.de/nachrichten/klimawandel/id_61398292/nordpolstuerme-waermen-europa.html


Bemerkung

Die mangelnde Kenntnis von Meereswirbel auf den Wetterverlauf und das Klima ist der Schwachpunkt der Klimaforschung schlechthin. Hier liegt ein Versagen in einem gigantischen Ausmaß vor. Diese jetzt vorgestellten Erkenntnisse konnten schon vor dutzenden Jahren erlangt werden und die Klimaforschung hätte darauf aufgebaut werden müssen. Anthropogene Großereignisse, wie die beiden Weltkriege, mit verheerenden Eingriffen in die Meeresumwelt durch Seekriegaktivitäten, wirken nachweislich – wie u. a. hier ausführlich dargestellt:  http://www.seatraining.de/ - modifizierend auf das Wetter- und Klimageschehen ein.   

Darüber hinaus ist eine Bezugnahme nur auf Meereswirbel möglicherweise unzureichend. Jedenfalls hätte ein Hinweis auf die Forschung von O. V. Melnichenko und N. A. Maximenko vom  International Pacific Research Center, University of Hawai`i, (siehe: Pressrelease 2008: PDF) die Komplexität stärker verdeutlicht. Die damals veröffentliche Grafik ist nachstehend zu sehen. Die jetzige Untersuchung ist allenfalls ein bescheidener Anfang.   →→→ DIE WELT berichtete über „Das Rätsel der gestreiften Meere“, in ihrer Ausgabe vom 24. April 2008 Seite 31 siehe die beigefügte Grafik.  Unglaublich, dass es nie aufgefallen ist: Jeder Ozean auf dem Planet ist von Streifen durchzogen die sich bis zum mehreren 100 Meter Tiefe erstrecken. Wie sich die Streifen ins Geflecht von Wetter, Klima und Meeresleben einfügt? Das wissen die Forscher noch nicht. MEHR:
http://www.what-is-climate.com/Archiv/april_08.html 

Nach oben→→→

 

 

VORHER

Wettervorhersagen zum und nach D-Day
im Juni 1944 eine historische Leistung?

Der Sturm vom 19.-21. Juni 1944 –
Wettermachen besser verstehen!
First posted  April 2010: www.what-is-climate.com;
revised 19 June 2013: www. ocean-climate.com /co_7-4)  :
HIER: 19. Juni 2013 (www.seatraining.net 7-3)

 

Met-Office/UK Wetterübersicht, für England  am 06. Juni 1944 (in Engl.)

Abb. 1; Klick zum Vergrößern

Die Planung einer Punktlandung der alliierten Truppen an Frankreichs Küsten im Englischen Kanal im Sommer 1944 war einer der schwierigsten in der Weltgeschichte. Zu der größten Herausforderung gehörte die genaue Wettervorhersage weil von ihr die Invasion der alliierten Truppen in der Normandie abhing.  Das sollte mit dem Einsatz von rund  200.000 Mann, 7000 Schiffen und mehr als 10’000 Flugzeugen geschehen. Für den Tag der Landung  (D-Day) forderten die Militärs eine Fünf-Tage-Vorhersage. Wie die Meteorologische Beratung im Einzelnen abgelaufen ist, haben die Beteiligten teilweise widersprüchliche Berichte hinterlassen.  Das war sicherlich nicht einfach, denn der Himmel über dem Nordatlantik war, wie aus Abb. 3 & 4 erkennbar,  am 4. und 5. Juni 1944 sehr aktiv. Konkret wurde eine kurze Schönwetterperiode für den  6. Juni vorhersagen (Abb. 5). Die ‚unaufschiebbare Invasion’ wurde daraufhin an diesem Tag in Gang gesetzt. Das Wetter spielte mit.

Routen über den Englischen Kanal am 06 Juni 1944.


Abb.2.
US/Gov. Karte von wikipedia

 Eine aufgewühlte See vom 6-19 Juni 1944 im Englischen Kanal
Ein kurzer Überblick
 
Eine Ergänzung am 25. Juli 2013

Alles in allem wurden am D-Day auf alliierter Seite 7 Schlachtschiffe, 2 Monitore, 23 Kreuzer, 3 Kanonenboote, 105 Zerstörer und 1073 kleinere Kriegsschiffe eingesetzt (Quelle: Jürgen Rohwer/Seekrieg), eine Flotte die vermutlich in gleicher Stärke bis zum Sommersturm vom 19-22. Juni im Englischen Kanal operiert haben dürfet. Ferner sich waren vermutlich mehr als 300 deutsche Kriegschiff, einschließlich U-Boote im Englischen Kanals und der Biskaya präsent und dürften - zumindest z. T. - bis zum 19/20. Juni in Kampfhandlungen im Englischen Kanal verwickelt gewesen sein. 
Bis zum 2.7. werden insgesamt 500’000 Truppen, 100’000 Fahrzeuge und 400’000 Tonnen an Frankreichs Küsten gebracht, was geschätzt bedeutet, dass dazu wenigstens 2'000 Kanalüberquerungen mit Schiffen in einer Größenordnung von 4'000 Tonnen in weniger als zwei Wochen notwendig waren.. Ferner wurden tausende von Bombeneinsätze gegen deutsche Kriegsschiffe auf See und in Häfen geflogen. Zahllose Artilleriegefechte Schiff-Schiff oder Land-Schiff-Land fanden statt. Minen wurden gelegt und geräumt, Torpedos abgeschossen und Wasserbombe gegen U-Boote geworfen.

Zum ganzem Beitrag→→Klick hier→→

 

Hochwasserkatastrophe 3. Juni 2013 und die Meteorologie ist überrascht!
Der Beitrag vom Nordatlantik, Nord- und Ostsee zu wenig berücksichtigt?

Datum: 03 Juni 2013 (7_4)

 Rekordhochwasser am 3. Juni 2013 bricht Rekorde. Viele Städte und Landstriche in Bayern, Sachsen und Thüringen melden ‚Landunter’. In Passau werden zwischen 12,50 und 13,00 Metern erwartet. So hoch war der Pegel dort seit 500 Jahren nicht mehr. …….mehr Text und Abbildungen….

…Letzter Absatz:

Würde die Meteorologie erklären können, warum die Nordsee auch jetzt, am Anfang Juni, noch so kalt und die Ostsee in nur wenigen Wochen übertemperiert ist, hätte sie für die Hochwassergründe nicht nur eine vollständigere Erklärung an der Hand, sondern würde auch darlegen können, welchen Einfluss menschliche Aktivitäten in der Meeresumwelt von Nord- und Ostsee gehabt haben.
 

Zum vollen Beitrag →→Klick hier→

 

März 2013 – Kälterekord? Gründe?
Von: ozeanklima -  28 März 2013 (seatraing.net 10_3)  

1te Ergänzung (31/03/13): SST North Sea, 31 März 2013 & UK Rekord  
2te Ergänzung -  Deutschlandwetter im März 2013 
3te Ergänzung – Status vom 31. März bis 5 April 2013

4te Ergänzung (13. Apr. 2013): Stark unterkühlte Nordsee sorgte auch für bisherige Aprilkälte

                                                                          

An diesem Gründonnerstag 2013 steht fest: Der März geht als einer der kältesten seiner Gattung in den letzten 100 Jahren ein. Seit Anfang März liegen die Temperaturen im NO Deutschlands erheblich unter ihrem Normalwert liegen. Ganz im Osten bei rund 5 Grad, siehe wetter.net -27/03.  Doch für die Bewertung sind noch viele Fragen offen. 
ZUM weiteren Beitrag: → → →

 

Der kalte März 2013 und der Beitrag von Nord- und Ostsee.  
Posted: 22. März 2013 (seatraining.net 10_3)

 Heute, am 22. März 2013, titelt DER TAGESSPIEGEL: „Berlin friert im Jahrhundertwinter“ (hier) und lässt von Andreas Oswald erklären: „Ursache der Kälte "Nordatlantische Oszillation" schneidet Deutschland vom Golfstrom ab“ (hier). Auch England wird von diesem März von Kälte heimgesucht wofür die BBC den Jetstream verantwortlich macht (hier) . Die Klimalounge meint stattdessen, dass die verstärkten Kaltlufteinbrüche aus Nordosten im Zusammenhang mit hohem Meereisschwund in der Barentssee stehen (hier). Unbestritten, der März 2013 war bisher ungewöhnlich kalt, wie die Abb. 1 & 2 ausweisen, nachdem es eine starke Kaltphase im Dezember (hier) und milde Januar & Februar Monate gegeben hat (hier).

Was erstaunt ist das niemand die Rolle, die Ost- und Nordsee für den kalten März bisher gehabt haben können, anspricht.

Zum ganzen Beitrag → → →

 

Klimawandel: Streit auf niedrigem Niveau
- Nicht wie DIE ZEIT meint: „Streit auf hohem Plateau“ -
Beitrag: www.ozeanklima.de; 5 März 2013  


 
Klick zum Vergrößern


Nachdem der Anstieg der Erderwärmung in den letzten Jahren nicht so signifikant verlief wie die Klimamodelle prognostiziert haben, titelt DIE ZEIT einen Beitrag zum Klimawandel - am 24. Januar  2013 (online 02/02/13): „Streit auf hohem Plateau“ und der Autor Adrian Meyer fragt: Wo liegt der Fehler?

Die Antwort ist simpel: Die Klimawandeldiskussion ist ein Streit auf niedrigem wissenschaftlichen Niveau, solange die Klimawissenschaft nicht bereit und in der Lage ist, die Gründe für die stärkste globale Klimaschwankung seit dem Ende der Kleinen Eiszeit vor rund 160 Jahren zu verstehen und zu erläutern. Ohne voerherige Anzeichen setzte im Winter 1939/40 eine globale Kaltphase ein. Europa wurde von drei der kältesten Winter seit über 100 Jahren überzogen. Die Abkühlung dauerte drei Dekaden. In den 60er und 70er Jahren wurde über die Gefahr einer neuen Eiszeit gesprochen. Doch eine schlüssige Begründung für den plötzlichen Temperaturabschwung am Ende der 1930er Jahre ist die Wissenschaft bis heute schuldig geblieben.  

Diese Wissenslücke ist beklagenswert. Ursachen und Gründe für den Klimawandel ab dem Winter 1939/40 zu verstehen, würde die heute Klimadiskussion vermutlich komplett verändern. Sie würde zunächst zu der Feststellung führen, dass die Abkühlphase ihre wesentliche Ursache in dem Verhalten der Meere hatte; dass die extremen Winter in Europa mit Wassertemperaturvorgaben in seinen Seegebieten im Zusammenhang standen und das für diesen Zustand der Mensch mitverantwortlich war. Sein Beitrag wurde durch den Seekrieg seit dem 1. September 1939 geleistet. Ein dreiviertel Jahrhundert ist seitdem verstrichen und die Wissenschaft weiß nichts davon und ist nicht einmal in der Lage sich diesen Zusammenhang als  Möglichkeit vorzustellen.  

Kein Wunder, wenn man sieht, mit welch mageren Worten das führende deutsche Meeresforschungsinstitut „Geomar“ in Kiel, das Thema „Der Ozean im Klimawandel“ einleitet:

   Die Ozeane spielen für globale Klimaänderungen auf unserer Erde eine zentrale Rolle. Herausragendes Beispiel ist der Golfstrom mit seiner Entstehung in der Karibik, seinen Auswirkungen auf das Klima in Nordeuropa und das zukünftige Verhalten des grönländischen Inlandeises.  Wesentliche Aspekte sind in diesem Zusammenhang der Wärmetransport und die Wärmekapazität sowie der globale Wasserkreislauf.“

Man muss sich nur drei Zahlen anschauen, um die Kurzsichtigkeit dieses Ansatzes zu verstehen:

__Etwa 80% der von der Erde aufgenommenen Sonnenenergie gelangt über die Ozeane in die Atmosphäre. (J.D. Woods, 1984)

___Die gesamte in der Troposphäre befindliche Wassermenge wird etwa 25 bis 30 Mal im Jahr komplett ausgewechselt; davon kommt ca. 86 % von den Ozeanen und 14 % von den Kontinenten. (s. Abb. unten. )

  • ___Die Meere, die 1000-mal mehr Wasser vorhalten als die Atmosphäre haben eine Durchschnittstemperatur von rund 4°C.

Hier eine Bewertung zu diskutieren, ob und wie man diese Dimensionen mal berechnen kann, ist müßig.

 Wenn die Klimatologen fortfahren, mit meteorologischen Wetterdaten dem Klimawandel auf die Spur kommen zu wollen, wird man auf verlässliche Aussagen noch lange (wenn nicht für immer) warten müssen. Zunächst muss sich die Erkenntnis durchsetzen, dass die ozeanischen Wassermassen das Klima beherrschen und die Richtung, sowie Intensität jeden Klimawandels vorgeben. Eine gründliche Erforschung der globalen Abkühlung ab Herbst 1939, die in Europa einsetzte und sich im Kriegsverlauf auch global durchsetzte, würde auch deutlich machen, wie Klimaforschung betrieben werden muss.

 Klimaforschung sollte die Völkergemeinschaft befähigen, anthropogene Ursachen zu erkennen und Vermeidbares zu unterbinden. Der mit dem II. Weltkrieg einhergehende Klimawandel steht der Klimawissenschaft als Untersuchungsobjekt seit langem zur Verfügung. Solange dies nicht geschieht, ist die Suche nach ‚verschwundener Wärme’ und Fehlern in Computermodellprognosen kein „Streit auf hohem Plateau“, sondern, weit davon entfernt, anthropogenen Klimawandel zu verstehen, allenfalls ein Streit auf niedrigem Niveau.

   

Ozeane schlucken Wärme - seatraining.net

Ozeane schlucken Wärme
Ozeane sind der größte Wärmespeicher:
In ihren obersten drei Metern halten sie so viel Wärme wie die gesamte Lufthülle der Erde. Die meiste Energie, die Treibhausgase in der Luft zurückhalten, gelangt in die Meere, sie sollten physikalischen Berechnungen zufolge etwa 90 Prozent der Energie schlucken. Die Wärme der Ozeane würde also den besten Indikator für die Klimaerwärmung liefern.
Axel Bojanowski: „Forscher rätseln über Stillstand bei Erderwärmung“;

DER SPIEGEL, 18. Jan.2013

 Ditto:  http://www.seatraining.de/G/g1.html
Inhaltsverzeichnis zum Buch

  

Hamburger Kälterekord am 13. Feb.1940 - Unerklärbar? 
Beitrag vom 29. Januar 2013, www.seatraining.net (12_4)

 Polen und Moskau hatten bereits Mitte Januar 1940 einen Allzeit-Minus-Rekord. In Hamburg kam er am 13. Februar 1940. Bis heute wurden die damals gemessenen minus 29,1°C nie übertroffen. Gibt es dafür eine Erklärung und einen anthropogenen Zusammenhang? Fakt ist, dass der 2. Weltkrieg im sechsten Monat war.  

Unmittelbare Ursache für den Kälterekord war ein Kaltlufttropfen. Dieser hatte sich von Deutschland kommend am 24. Januar in die Baltische Region bewegt, wurde dort verstärkt, um am 7. Februar zurück nach Deutschland gedrückt zu werden. Am 12. Februar war das Zentrum in der Gegend von Hamburg, von wo aus es sich bis zum 20. Februar langsam nach Ostdeutschland bewegte. Dies lässt sich mit der ungewöhnlich frühen und hohen Seevereisung in der Deutschen Bucht und westlichen Ostsee und der zentralen Lage Hamburgs zwischen diesen beiden Seegebieten, begründen.

Bereits Mitte Dezember 1939 passierte ungewöhnliches. Seit dem 16. Dezember bildete sich Seeeis entlang der Deutschen Bucht und hatte Bestand von bis zu 100 Tagen. Das konnte eigentlich nicht sein, denn bis Anfang Dezember herrschte milde, trübe und regnerische Witterung bei vorherrschend südwestlichen Winden. Es wurde in Norddeutschland erst zwischen dem 14-21 und 26-31 Dezember frostig. In diesen beiden Zeitabschnitten lagen die mittleren Tiefstwerte auf Helgoland bei rund -2°C und das Monatsmittel bei +0,6°C. Wie sich unter diesen Bedingungen eine ungewöhnliche Seevereisung etablieren konnte, der schwersten seit 1900 (Abb.1), bedarf einer Begründung.

(Zu Einzelheiten siehe Buch-Kapitel C7: HIER)  

Eisvolumen Deutsch Küste 1900-1942

Deutsch Bucht, Eisperioden, Winter 1939/40

Westliche Ostsee,Eisperioden, Winter 1939/40

Abb. 1, Eisvolumen Deutsch Küste 1900-1942

Abb. 2, Deutsch Bucht, Eisperioden, Winter 1939/40

Abb. 3, Westliche Ostsee,Eisperioden, Winter 1939/40

Zum weiteren Text  → →                                    In English → 

 Frühere Beiträge:

Ost- und Nordsee retten Norddeutschland vor einem extremen Winter 2012/13?
Bestandsaufnahme am 19. Januar 2013
,
www.seatraing.net (12-5)  

Zum weiteren Text → →

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08 März 2010:   Kältester Winter seit 30 Jahren und wo ist das Eis in der Ostsee? Winter 2009/10; 
 
 
Erstmals bei: www.ozeanklima.de; PDF  

1. August 2008: „Ein Großversuch in Klimasachen – Der Extrem-Winter 1939/40 und die Klimaforschung -“; 18 Seiten, zum  → → PDF 
Auszug:
  Plötzlich kam es zum kältesten Winter in Europa seit über 100 Jahren. Dabei waren seit  dem 19.  Jahrhundert die Winter immer milder ausgefallen.  „Umso erstaunlicher war das Auftreten der Serie von drei schweren Wintern nacheinander 1939/40, 1940/41, 1941/42, die nicht ein langsames Abklingen, sondern eine Zäsur der bisherigen Entwicklung anzudeuten scheinen, entgegen der Erhaltungstendenz der Zirkulation und der Temperaturabweichungstellte der Meteorologe M. Rodewald schon 1948 fest. Aber weder er noch die Klimawissenschaft gingen auf Ursachensuche. Dazu soll der Artikel einen Beitrag leisten.
→ → PDF

 


 
Diverse Vorträge á ~24-30 Folien
 

 

 
PPT  
             PDF
Menschengemacht? Drei Extremwinter in Nordeuropa
Der Seekrieg und die Winter 1939/40, 1940/41 & 1941/42


PPT                       PDF
Wie vier Monate Seekrieg zum
Extremwinter 1939/40 führten:
Eine Beweisführung in drei Schritten. 


PPT                        PDF
Der Besetzung Norwegens folgt der Extremwinter 1940/41. Kältepol über dem Skagerrak.
Eine Analyse über den Zusammenhang zwischen Seekriegsaktivitäten und Klimaänderungen.  


PPT
                 PDF

Falsche Wetterprognose stoppt Russlandfeldzug schon Anfang Dezember 1941!
Versagen der Meteorologie – Ein Glücksfall für die Menschheit.


PPT
                           PDF
Vorhersehbar?
Der Kaltwinter 1941/42 der den Ostfeldzug stoppte.


PPT 
                   PDF

Zwei Weltkriege! 
Zwei Klimaänderungen! 

Welchen Einfluss hatten die Seekriege?


BEITRÄGE

07. Juli 2013: 
Millionen Meereswirbel prägen 
Wind und Wetter  ( 6-4)


19. Juni 2013: 
Wettervorhersagen zum und nach D-Day im Juni 1944 eine historische Leistung? Der Sturm vom 19.-21. Juni 1944 – Wettermachen besser verstehen! (7:3)

3. Juni 2013 
Hochwasserkatastrophe 3. Juni 2013 und die Meteorologie ist überrascht!
Der Beitrag vom Nordatlantik, Nord- und Ostsee zu wenig berücksichtigt?
(7-4)

28 März 2013: 
März 2013 – Kälterekord? Gründe?
(10_3)

22 März 2013: 
Der kalte März 2013 und der Beitrag von Nord- und Ostsee (
10_4)

5. März 2013

Klimawandel:  Streit auf niedrigem Niveau  
- Nicht wie DIE ZEIT meint: „Streit auf hohem Plateau“ -

29. Januar 2013
Hamburger Kälterekord am 13. Feb.1940 - Unerklärbar?

19 Januar 2013
Ost- und Nordsee retten Norddeutschland vor einem extremen Winter 2012/13?




„War die Meteorologie zu unwissend, um Klimaänderungen und den 2. Weltkrieg zu verhindern? 
Das Meer macht das Klima.“


Im Buchhandel und online:  http://www.seatraining.de/ 
Seiten 186 
ISBN 9783842365063.



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